Führungswechsel bei der GGL leitet Evaluierung des GlüStV 2021 ein
Logan Schröder · Aug 19, 2026

Führungswechsel bei der GGL leitet Evaluierung des GlüStV 2021 ein

Christian Hochgrebe übernimmt zum 1. Juli 2026 den Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und ersetzt damit Sandro Kirchner, während die Behörde gleichzeitig die erste umfassende Evaluierung des GlüStV 2021 vorbereitet, die Werbebeschränkungen, Einzahlungslimits, Verbraucherschutz sowie Maßnahmen zum verantwortungsvollen Spielen untersucht.
Die Behörde setzt den Schwerpunkt auf die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung des zwischenstaatlichen Vertrags, der seit seiner Einführung im Jahr 2021 die Grundlage für den regulierten Glücksspielmarkt bildet, und die Prüfung soll Daten zu Spieleraktivitäten, Werbeausgaben sowie zu den Auswirkungen der bestehenden Limits auswerten, wobei das 1-Euro-Einsatzlimit für Online-Slots voraussichtlich unverändert bleibt.
Details zum Vorsitzwechsel und ersten Schritten
Am 1. Juli 2026 tritt Hochgrebe sein Amt an und übernimmt die Leitung des Verwaltungsrats, der die strategische Ausrichtung der Behörde bestimmt, während die Mitarbeiter gleichzeitig mit der Datensammlung für die Evaluierung beginnen, die im August 2026 erste Zwischenergebnisse liefern soll.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat bereits angekündigt, dass illegale Anbieter weiterhin konsequent verfolgt werden, und die Evaluierung soll klären, wie effektiv die aktuellen Regelungen Verbraucher schützen und illegales Glücksspiel eindämmen.
Schwerpunkte der Vertragsprüfung
Die Prüfung des GlüStV 2021 konzentriert sich auf Werbebeschränkungen, die Einzahlungslimits für Online-Spiele, den Verbraucherschutz sowie die Wirksamkeit verantwortungsvoller Spielmaßnahmen, und Behördenvertreter sammeln dazu Statistiken aus den Jahren 2021 bis 2025, um fundierte Anpassungsvorschläge zu entwickeln.
Experten der Behörde analysieren, wie sich die Limits auf das Spielverhalten ausgewirkt haben, während gleichzeitig Berichte über die Zahl illegaler Angebote ausgewertet werden, und die Ergebnisse sollen im Laufe des Jahres 2027 veröffentlicht werden.

Fortsetzung der Durchsetzungsmaßnahmen
Parallel zur Evaluierung setzt die GGL ihre Maßnahmen gegen nicht lizenzierte Anbieter fort, und die Behörde hat in den vergangenen Monaten mehrere Plattformen blockiert, die ohne gültige Erlaubnis Glücksspiele angeboten haben, während legale Betreiber weiterhin strenge Berichtspflichten erfüllen müssen.
Die Kombination aus Führungswechsel und Vertragsprüfung schafft neue Rahmenbedingungen, unter denen die Behörde sowohl bestehende Regelungen bewertet als auch ihre Durchsetzung stärkt, und im August 2026 sollen erste interne Berichte zu den Fortschritten der Evaluierung vorliegen.
Ausblick auf mögliche Ergebnisse
Beobachter rechnen damit, dass die Evaluierung konkrete Empfehlungen zu Werbeverboten und Einzahlungslimits liefert, und die Behörde wird die gesammelten Daten nutzen, um zu entscheiden, ob Anpassungen notwendig sind, während das Kernlimit von einem Euro pro Spin voraussichtlich bestehen bleibt.
Die laufenden Arbeiten zeigen, wie sich die regulatorische Landschaft in Deutschland weiterentwickelt, und die Ergebnisse der Prüfung werden die Grundlage für künftige Entscheidungen bilden, die sowohl Verbraucherschutz als auch Marktentwicklung betreffen.
Conclusion
Der Wechsel an der Spitze der GGL und der Beginn der GlüStV 2021 Evaluierung markieren einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung des deutschen Glücksspielmarkts, und die Behörde verfolgt mit der Prüfung das Ziel, bestehende Regelungen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen, während die Durchsetzung gegen illegale Anbieter unverändert Priorität behält.